Über Weihnachten mit dem Auto nach Spanien

Autobahn AP7 nach BarcelonaAutobahn AP7 nach Barcelona

Die Zeit vergeht wie im Fluge, seit wir uns in Frankreich befinden. Ich bin fit und freue mich auf das was kommt. Die bisherige Entfernung spüre ich nicht. Endlich erreichen wir die Stadt Lyon. Der eindrucksvolle Tunneleingang führt die Autobahn erst in den Berg und plötzlich mitten in die eindrucksvolle Stadt. Der Verkehr auf der Hochautobahn wird dichter, aber ich bin nicht deshalb aufgeregt. Meine Frau schläft auf dem Beifahrersitz und ich kann mich an den hochaufragenden Gebäuden und Brücken einfach nicht satt sehen. Soll ich sie wecken? Nur zu gerne würde ich sie wecken, aber ich weiß, dass Sie schlafen sein muss. Wenn es Zeit für die Ablösung ist, braucht sie jede Energie.

Von Deutschland nach Spanien mit Google Maps

Von Deutschland nach Spanien mit Google Maps

Voller Euphorie tauchen wir aus dem nächsten Tunnel hervor und überqueren schließlich die Rhone, dem wasserreichsten Fluss Frankreichs. Die Rhone, deren Ursprung ein Gletscher der Schweiz ist, wird eingesäumt von typisch hohen Gebäuden im französischen Stile. Selbst auf der Autobahn erliegt man fast diesem unglaublichen Charme, einer Stadt mit einer Promenade bis zum Horizont. Ein Blick zu meiner schlafenden Beifahrerin ruft mir unser Ziel wieder in den Kopf zurück, es sind von hier noch über 1200km bis Torrevieja an der Costa Blanca – aber ich greife vor…



Der Aufbruch in Norddeutschland

Rückblick: Unsere Reise begann in Aurich, mitten in Ostfriesland. Zum zweiten Mal wollten wir mit dem Auto nach Spanien fahren. Unsere erste Fahrt habe ich schon im Blog in drei Teilen beschrieben. Zuerst fuhren wir mit unserer Tochter vor Jahren nach Disneyland, übernachteten dort um dann weiter bis nach Spanien zu fahren.

Doch dieses Mal waren wir etwas besser vorbereitet und starteten an der Nordseeküste an einem Freitag, um 3 Uhr morgens. Unser Ziel wird Torrevieja, das wir über ein bis zwei Übernachtungen erreichen wollten. Torrevieja ist, am Rand bemerkt, eine Stadt im Südosten von Spanien an der Costa Blanca etwas unterhalb von Alicante. Wir bringen es hier auf eine Gesammtstecke von ca 2300km.

Wenn alles gut lief, sollten wir um die Mittagszeit die französische Stadt Dijon erreichen. 850km ist die erste Etappe, die uns erst durch Luxemburg und dann durch Frankreich führt. Hier wollen wir die erste Übernachtung in einer privaten Unterkunft verbringen, die Tanja via AirBnB gebucht hatte.

Auf Maut, Tankstellen und Rastplätze vorbereiten

Einen Tag vorher hatten den Firmenwagen beladen und eine große Dachbox auf dem Dach befestigt, die uns unsere Nachbarn für die Reise geliehen haben. Da wir in Torrevieja über Weihnachten bleiben wollten und die ganzen Ferien auskosten möchten, haben wir ziemlich viel Kleidung und auch ein paar Decken dabei. Der Winter auf dem spanischen Festland ist uns bis dato unbekannt und wir möchten mit jeder Situation klar kommen. Wir packten die Kleidungsstücke und die Decken in Vakuumhüllen, denen man mit dem Staubsauger die Luft entziehen konnte. Das war sehr praktisch und extrem platzsparend! Das Resultat sind brettharte und unheimlich kleine Kunststoffpackete, die sich leicht verstauen lassen. Wir ahnten hier noch nicht die Gefahr, die uns in Südfrankreich einholen sollte.

Kurz nachdem wir von Luxemburg über die Grenze nach Frankreich fuhren, erreichten wir auch schon die erste Mautstelle. Hier muss man nur ein Ticket ziehen und die 20 Spuren verengen sich wieder auf zwei bis drei Autobahnspuren. Ohne Probleme erreichten wir kurz vor Dijon auch die erste Tankstelle. Für alle, die sich fragen wie der Kraftstoff in Frankreich heißt, habe ich hier gleicht noch ein Bild von der Zapfsäule gemacht.

Erste AirBnB Übernachtung in Dijon

Es war kurz nach der Mittagszeit. Hier wartete schon ein Zimmer auf uns drei, das für die Übernachtung gebucht ist. Die vielen positiven Bewertungen bei AirBnB versprachen mehr, als wir uns vorstellen konnten, wir waren sehr gespannt, ob die Gastgeber und die Unterkunft wirklich wie beschrieben sind.

In einer ruhigen Straße in einem französischen Altstadtviertel fanden wir unser Ziel vor, das ich auch schon vor unserer Reise via Google StreetView genau unter die Lupe genommen habe – es war genau so wie ich die Straßen in Erinnerung hatte. Mit Streetview kann man sich ideal auf eine Fernreise vorbereiten.

Restaurant Auberge Dijon

Restaurant Auberge Dijon

So kannte ich auch schon vor der Anreise das tolle Restaurant am Platze: Auberge, das wir am Abend besuchten um die lokalen Getränke und Gerichte zu probieren – das machen wir immer :) Und es war großartig, ich kann jedem die Unterkunft, die netten Leute und das tolle Frühstück empfehlen. Wer auf dem Weg nach Spanien in Frankreich noch eine vertrauensvolle Ubernachtungsmöglichkeit sucht, wird hier mehr als fündig. Wir nutzen noch ein wenig die Möglichkeit uns die Füße zu vertreten, die Umgebung ist gerade in der Randzone sehr reizvoll. Unsere Tochter blieb am Abend sogar lieber in der Unterkunft – alleine, das sagt schon wie angenehm der Aufenthalt sein muss. Wir kauften in einem türkischen Markt um die Ecke noch etwas Verpflegung für die nächsten Tage und genossen einen schönen zweisamen Abend im Restaurant Auberge an der Ecke.

Am nächsten Vormittag verabschiedeten wir uns leider schon wieder von unseren netten Gastgebern, gaben den Schlüssel zurück und machten uns wieder auf den Weg. Von hier haben wir nicht weiter geplant. Wir wollten sehen, wie weit wir kommen und ob es mir (mit meiner Körpergröße von 2m) gelingt, im Auto ein Auge zu zu bekommen.

Kraftstoffe in Frankreich

französische Zapfsäule

Und welchen Kraftstoff tanken Sie an einer französischen Zapfsäule?
 
Super bleifrei: Sans Plomb“ oder SP
Bio-Sprit: SP95 E10
Diesel: Diesel, Gazole
Autogas(LPG): GPL und Erdgas(CNG): GNV

Vor jeder Etappe Auto und Ladung prüfen

Wir waren noch nicht weit gekommen, da verriet mir der Blick nach oben, dass sich unsere Dachbox etwas verzogen hatte. So wie das aussah, wurde uns klar, dass es nur einen einzigen Grund dafür geben konnte: Die Vakuumsäcke waren undicht und blähten sich wieder auf. Im Geist sahen wir schon eine platzende Dachbox und eine Autobahn voller Klamotten. Passend zur Situation passierten wir ein Ausfahrtschild mit Hinweis auf ein Centro Commercial, also ein großes Einkaufszentrum nah der Autobahn. Hier erwarben wir zwei Seilzüge, mit denen wir in jeder Richtung die Dachbox umbanden – nur zur Sicherheit. Später stellte es sich als richtig heraus, das Schloss einer Dachbox ist nicht für einen hohen Innenüberdruck ausgelegt und die Decken und Kleidungsstücke waren aufgegangen wie ein Hefeteig. Sehr gut möglich, dass die Sachen die Box gesprengt hätten.

Noch 1395km bis nach Spanien“ teilte uns das Navi in Dijon mit. Unsere Tochter sah auf dem Tablett eine Serie nach der anderen. Ich hatte mit SaveTV vorher viele Filme und Serien aufgezeichnet und das Tablet, ein Kindle FireHD, mit unzählichen Gigabytes gefüllt, dass es auch für den Heimweg reichen würde. Ein echter Vorteil gegenüber unserer Jugend – Langeweile gibt es heute auf Reisen eigentlich keine mehr. Nicht ein einziges Mal fragte unser Mädchen „Wann sind wir da?„.

Meine Frau schlief, als wir Lyon passierten, mit diesen Worten habe ich diesen Artikel begonnen. Die Sonne schien herrlich und ich zählte schon die Kilometer zum ausgeschilderten Marseille, das wir wieder nicht besuchen können, weil die A7 bei Nimes weiter in Richtung Südwesten führt.

Ohne Komplikationen erreichen passieren wir Nimes und Montpellier, bezahlen immer wieder fleißig unsere Mautgebühren, die in Frankreich merklich günstiger ausfallen als in Spanien.
Nach einer Pinkel-Pause, die wieder zeigte wie schön und sauber die Rastplätze und Toiletten in Frankreich sein können, ziehen wir weiter nach Süden, da wir uns entschlossen haben Torrevieja wenn möglich ohne eine weitere Übernachtung zu erreichen, doch dazu heißt es: Vorsichtig sein!

Mautstelle bei Nacht

Wir erreichen wieder eine Mautstelle bei Nacht

In Narbonne neigt sich die Sonne schon schwer dem Horizont, doch es sind noch immer 818km bis zum Ziel. Die Berge der Pyrenäen werden immer höher und die Natur zeigt sich in einem herrlich eindrucksvollem Lichtspiel. Ich muss an die eindrucksvollen schneebedeckten Berge denken, die man vom Flug nach Alicante sehen kann. Vom Boden sieht man nicht allzuviel davon, erst recht nicht wenn die Sonne unter geht.

Valiencia AP7

Weiter in Richtung Valiencia auf der AP7

In Perpignan ist die Sonne bereits verschwunden und meine Frau übernimmt das Steuer für die Nacht. Wir überqueren die Grenze nach Spanien in La Jonquera. Mein Blick geht auf die Tankanzeige und ich würde gerne noch tanken, ehe es richtig dunkel wird. Meine Frau warnte mich, dass wir von jetzt an nur noch möglichst wenig anhalten sollten.

Unterschätzte Gefahr: Parkplatz

Bei Nacht wird die Reise gefährlicher

Wer sich dazu entschließt mit dem Auto nach Spanien zu fahren, sollte sich unbedingt mit den Gefahren einer solchen Reise auseinandersetzen und sich entsprechend verhalten, um das Risiko so klein wie möglich zu halten.

Es gibt hochkriminelle Banden, die Raubüberfälle bestens planen. Wer glaubt, dass man sich nur auf Rastplätzen vorsehen sollte, kennt nicht alle tragischen Geschichten. Diese hier ist noch sehr jung:

„Reifen werden schnell und gezielt so angestochen, dass das Fahrzeug noch einige Kilometer zurücklegt ehe man dieser mafiösen Bande dann in die Hände fällt. Die Costa Blanca Nachrichten zählten nach einem Aufruf letztes Jahr über 50 Leser, die dieser Bande zum Opfer gefallen waren. Die Guardia Civil teilte Frau Barreiss bei einer jüngsten Anzeigenaufnahme mit, dass Sie froh sein solle, dass Sie das Messer nicht in den Bauch bekam.“ Quelle: CBM Nachrichten 1622, 16. Januar 2015, Seite 30



Wir hatten bisher Glück, alleine der Schock für ein kleines Kind wäre unvorstellbar. Also: Sein Sie wachsam und planen Sie jeden Stop vorher – auch sollten vor möglichen Hilfesuchenden, die oftmals keine sind, aufpassen. Außer von eigenen Landsleuten würde ich auch bei einer Panne keine Hilfe annehmen. Ich bin seit unserer Auslandsfahrten im ADAC Plus und würde jedem „Helfer“ erklären, dass die Polizei oder Hilfe jeden Moment eintreffen würde, selbst wenn dem nicht so wäre.

Kreditkartentankstelle

Eine Kreditkartentankstelle: Ob ich mit der EC Karte weiterkomme?.

Bei der nächsten Tankstelle planten wir den Tankvorgang: Doch Überraschungen sind für das Leben ja typisch. In diesem Falle bekam ich keinen Treibstoff. Man musste erst mit Karte am Automaten bezahlen und somit die Aufmerksamkeit voll dem Tankautomat schenken. Somit ein idealer Zeitpunkt für Kriminelle, die diese Überraschung nutzen könnten. Ich hörte davon, dass auch hier Teams am Werk sind, wenn der erste Hilfe bietet und die Reisenden ablenkt, greifen andere zu. Zur Hautreisezeit, wenn Tankstellen mit Menschen überflutet sind, kein einfaches Unterfangen. Wir hatten absichtlich keine Kreditkarte mitgenommen – so versuchten wir nun mit ‚Verzweiflung‘ die EC Karte in dem Tankautomat zu bekommen. Und oh Überraschung: Obwohl (wie auf dem Bild zu sehen) diese Karte nicht aufgelistet war, wurde die EC Karte akzeptiert.

Mit Wohnmobil nach Spanien

Mit dem Wohnmobil nach Spanien und andere Reiseführer

Nur noch etwa 150km trennten uns vom Ziel und wir mussten noch einmal anhalten, da unsere Tochter dringend zur Toilette musste. Auch hier bat ich meine Frau den Wagen, den wir im sprichwörtlichen Rampenlicht an einer Tankstelle hielten, im Auge zu behalten. Ich machte mich mit der Kleinen auf zur Toilette, die auch noch hinter der kleinen Tankstelle in einem unbeleuchteten Bereich lag. Zwei junge Männer warteten zwischen zwei Autos … doch nicht auf uns. Die nette Frau von der Tankstelle wollte auch kein Geld für die Toilette annehmen, so sehr sich meine Tochter Mühe gab. Ja, die Spanier lieben Kinder! Zurück auf die Autopista, es ist nicht mehr weit.

Kurz vor Mitternacht erreichten wir sehr ermüdet aber sicher unser Haus

Dank der Energy-Drinks packten wir auch die letzten Kilometer sicher bis ans Ziel. Aber man muss sich schon darauf einstellen, dass eine solche Fahrt mit einer Übernachtung bzw. in zwei Tagen nicht einfach ist und die Nerven sehr strapaziert. Jetzt genießen wir unseren Aufenthalt in Torrevieja, einer Stadt, die man an der Costa Blanca unbedingt zu Lebzeiten kennen lernen sollte. Mehr zum Reiseziel Torrevieja, können Sie im Blog entdecken.

Gute Reise und fahrt vorsichtig,
Jürgen

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Kategorie Leben und Wohnen in Torrevieja, Torrevieja Blog

Unsere zweite Heimat ist Torrevieja in Spanien. Vor allem Ausflugsziele für die Region und Tipps rund um das Leben möchte ich hier vermitteln. Als (Teil)Resident gewinnt man hier viele Erfahrungen und so möchte ich Sie daran gerne teilhaben lassen. Wir sind große Fans von Torrevieja , besucht doch mal den Shop. Wenn Sie glauben, hier fehlt noch ein wichtiger Beitrag, nehmen Sie bitte jetzt gleich Kontakt mit mir auf - ich freue mich über jedes Feedback.

5 Kommentare

  1. Charlie

    Vieln Dank für den Blog!
    Ich habe alles eigentlich nur durchgelesen, da ich die Sicherheitstipps aufmerksam erlernen wollte.
    Es ist schon sehr traurig, dass innerhalb der EU so sehr auf einer Reise aufpassen muss!

    • Hallo Charlie, Danke für Dein Feedback. Ich denke die ‚Zustande‘ treten inzwischen auch in Deutschland auf, denke ich nur an die Überfälle auf LKW Fahrer oder deren Ladungsdiebstahl auf deutschen Rastplätzen.
      Vielleicht kommt der Blog gerade weil wir ‚günstig‘ reisen, nicht jede Nacht im Hotel verbringen (können) und auch ein Kind an Bord haben, etwas Übervorsichtig rüber. Ich möchte auch echt keine Angst schüren – man sollte eben nur einer Fahrt wie dieser die Sinne einschalten und etwas strategisch vorgehen, wenn man auf solchen Wegen anhält. Wir haben auf der letzten Autofahrt über Barcelona einen Auto-Diebstahl bei anderen Reisenden live miterlebt… die Leute hatten sich scheinbar ablenken lassen, das kann passieren – ist aber um so leichter für Kriminelle, wenn man leichtsinnig unterwegs ist. Wir geben uns immer gegenseitig ‚Deckung‘, vor allem wenn wir in der Nacht anhalten müssen. Zu ängstlich sollte man nicht sein – es gibt auch alternative Reiserouten: z.B. fahren wir gelegentlich auch von den Hauptstecken ab und tanken bzw. übernachten irgendwo in einem kleine Dorf fern ab der Hauptstrecke.

      Ich wünsch Dir eine gute Reise und mach Dir nicht zu viele Sorgen :)
      Jürgen

  2. Chralie

    Hallo Jürgen, danke für die Antwort…

    Ja das Problem ist, dass wir ein 1 Jähriges Kind dabei haben und wohl öfters anhalten müssen. Übernachten werden wir im Hotel außerhalb der Strecke.
    Mir geht es aber um den normalen Halt und den Tankstopp!
    Wir versuchen tagsüber zu reisen aber dennoch haben wir ein bisschen Bammel.
    Ich habe gedacht, dass es inzwischen Seiten gibt, wo man nach bewachten oder „sichere“ Raststätten / Tankstellen suchen kann (anhand einer Route).
    Ich habe bis jetzt nichts gefunden.
    Wenn ich jedes Mal zum Windeln-Wechseln oder Pipimachen von der Autobahn abfahre, dann sind wir 3 Tage unterwegs….

    Was würdest du denn empfehlen?
    Wir sind noch nie so weit gereist!

    P.S.: Inzwischen überlegen wir einen Kombi zu mieten, da billiger als das eigen Auto zu benutzen (Verschleiß, Wertverlust bei 5000 km, Gefahr dass verkratzt wird usw…)
    Wenn schon nur 20 Cent pro Km rechne beim,Eigenauto, dann sind 1000 Euro Mietwagen drin!

    • Hallo Charlie, puh, nein, eine solche Seite ist mir leider auch nicht bekannt. Wir planen gerne die Strecken mit https://maps.adac.de
      Die spanischen Behörden senden auch nur zögerlich Polizei zu solchen Raststätten, als wenn man sich dort mit etwas anstecken könnte. Wir haben letztes Mal einen PKW nach Spanien überführt, damit sich das alles rechnet. Aber einen Mietwagen + Hotels + Sprit + 120 Euro Maut + … wäre da ‚Fliegen‘ nicht viel günstiger? Doch was die Pinkelpause angeht: Wenn ihr auf Mautstrecken fahrt, ist die Gefahr auf Rast- und Tankplätzen wesentlich geringer. Sicher gab es da schon Vorfälle, aber ich kenne niemanden, der auf den geschlossenen Strecken schon etwas erlebt hat. Es sind eigentlich primär die Rastplätze und Tanken auf den frei zugänglichen Strecken und Autobahnen, auf denen man vorsichtig sein muss.

      Mit Mietwagen habe ich nicht die besten Erfahrungen – habe aber auch noch nie einen für solch eine lange Reise genommen, da kann ich Dir keine Antwort liefern. Wenn ich aber nur an die Versicherung denke, die mir da präsentiert würde, wenn ich keine Selbstbeteiligung wollte – ne, da hätte ich jetzt Angst :-)

      Als unsere Tochter noch richtig klein war, war es nah meiner Erinnerung das stressfreiere Reisen. Euer Kind fragt euch dann auch nicht dauernd „wann sind wir da“ :-) und Mama kann ja vielleicht hinten sitzen und das mit dem Wickeln gelegentlich übernehmen.

      Sorry, dass ich Dir hier nicht viele Tipps geben kann außer vorsichtig zu sein, aber Du machst mir von der Schreibe schon den Eindruck, dass Du das locker kannst. Da fahren ganz andere Leute blauäugig die AP7 runter ;) Wo geht es denn hin? Macht euch nur nicht so viele Sorgen … und gute Fahrt,
      Jürgen

  3. Hallo Jester,
    Hallo Chralie,

    ich fahre seit 2011 jedes Jahr von Bremen nach Spanien bis kurz hinter Torrevieja. Da meine Frau und Kind lieber fliegen, ich aber mich im Flugzeug mehr als unwohl fühle, bin ich immer im Auto alleine unterwegs. Ich hole die beiden immer am Flughafen in Alicante ab und wir fahren dann das letzte Stück zu unserem Haus. Das passt bei uns immer gut.

    Früher fuhr ich die Autobahnstrecke über Luxenburg – Metz- Dijon- Lyon- AP 7. Also die mautpflichtige Strecke.
    Heute fahre ich die Strecke, welche der falk Routenplaner bei der Option „Mautstrecke meiden“ empfiehlt. Diese führt über Belgien quer durch Frankreich (östlich an Paris vorbei) bis an die südliche Atlantikküste. Von hier aus über schöne Strecken die Pyrenäen rüber. Dann über lange einsame Autobahnen und Schnellstraßen nach Torrevieja.

    Die mautfreie Strecke dauert etwas länger ist aber viel schöner und abwechslungsreicher.

    Ich schlafe etwa auf Campingplätzen in meinem Zelt oder auch schon mal im Auto in meinem Kombi auf Rastplätzen. Das ist mit Familie sicher nicht möglich. Da ich aber alleine unterwegs und von Hause aus ein Mensch bin der auch gerne frei mit Rucksack auf Reisen geht immer die beste Art der Übernachtung.

    Ich bin auch ein Mensch der immer ein wachsames Auge offen hat. Als wir das erste Mal als Familie gefahren sind hatte ich natürlich beide Augen ständig bei meine kleinen Tochter.

    Aber ich kann zum Glück sagen, dass ich bisher keine schlechten Erfahrungen auf dieser Strecke gemacht habe. Ganz im Gegenteil.

    Aber natürlich wird es diese Fälle, wie von Jester beschrieben geben.
    Deshalb immer wachsam sein.

    Chralie, ich würde dir folgende Tipps mit auf den Weg geben:
    – gerade wenn Du deine Familie bei dir hast versuche den Tag für die Fahrt und die Nacht aber für den Schlaf im Hotel zu nutzen. Also Nachts wenn es dunkel wird gönnt euch eine sichere Pause. Fahrt dann wieder bei Sonnenaufgang los.
    – fahre zum Rasten und Tanken die Raststätten an und parke im Schutz von anderen Fahrzeugen.

    Ansonsten sehe ich das so wie Jester, dass du von der Schreibe her so wirkst das du ja nicht blauäugig bist. Also gute Reise….

    Nur das mit den Mietwagen würde ich mir nochmal überlegen ;)

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